Wer in der glücklichen Lage ist, ein Musikinstrument spielen zu können, hat für sein Leben eine wunderschöne Möglichkeit mitbekommen, sich auszudrücken. Töne, Klänge und Melodien eröffnen uns eine neue Welt. Musik wirkt tiefer in uns, als wir es uns vielleicht vorstellen können.
Schwingungen der Instrumente berühren den Menschen
Wer Musik gerne hört und gerne mitsingt, kann dies vielleicht ansatzweise nachvollziehen. Wer jedoch einmal mit einer Gitarre gekuschelt und nur auf ihr rumgezupft hat, hat eventuell noch mehr Unterschiede festgestellt. Die Vibrationen des Instrumentes schwingen im eigenen Körper nach. Einfaches Rumklimpern auf Gitarre oder Klavier kann entspannen und die Emotionen klären. Der ganze Mensch
drückt sich und seine Gefühle aus und Körper und Seele schwingen mit.
Stolze Auftritte mit dem Instrument
Wer bekommt da keine Lust, Instrumente spielen zu lernen? Bestenfalls bringen einem die Lehrer in der Grundschule die Liebe zur Musik bei. Vielleicht ist es ja kein Mensch der Takt zählend hinter den kleinen Schülern und Schülerinnen sitzt, sondern jemand, der in erster Linie die Liebe zur Musik vermittelt. Danach kann gezählt werden.
Die ersten Auftritte hat man als Kind meist zu Weihnachten. Ist man um das Gedicht Aufsagen und Lieder Singen noch herumgekommen, erwischt es einen ggf. beim Blockflöten Ständchen. „Ihr Kinderlein kommet“, „Nein, wie süß“, haucht da so manche Oma gerührt.
Wie der Einstieg gelingt
Wer kindliche Neugier und Experimentierfreude bei seinem Nachwuchs erhalten kann und möchte, kann seinem Nachwuchs zunächst ein paar kleinere Instrumente näherbringen. Stellt sich später heraus, dass der Sprössling Freude an einem speziellen Instrument über längere Zeit beweist, lohnt sich die Investition in Musikunterricht.
Bei aller Freude müssen bestimmte Griffe einfach geübt werden, bis sie gekonnt eingesetzt werden können. So gesellt sich Freude zur Disziplin. Wenn der Nachwuchs weiß, warum geübt werden sollte, damit es sich später gut anhört, dann ist Durchhalten einfacher. Die Freude am Spiel lässt das „Muss“ ein wenig verblassen. Gute Lehrer lassen bei aller Disziplin auch spielerische Stunden zu, die die Begeisterung für das Instrument weiter entfachen. Diese Begeisterung steigert den Durchhaltewillen, Musikinstrumente spielen zu lernen und sich durch die Musik auszudrücken.
Vom Lernen bis zur Kunst
Im Laufe der Jahre steigen Taktgefühl und Virtuosität. Was am Anfang noch etwas abgehakt klingt, wird bei längerem Spiel immer gefühlvoller und flüssiger. Fest steht, dass wahrscheinlich niemand jemals völlig perfekt spielen wird. Es gibt immer etwas zu verbessern. Am meisten Freude haben hierbei wohl die Menschen, die sich die Leichtigkeit des Spiels behalten können und nicht in falsch verstandenen Ehrgeiz abdriften. Es handelt sich schließlich nicht um einen Leistungssport, auch wenn viele Menschen professionelle Auftritte absolvieren und damit teilweise ihren Lebensunterhalt verdienen. An diese Menschen werden höhere Maßstäbe angelegt. Aber auch hier zeigt sich, dass Musik von denen besseren Anklang findet, die den Eindruck von Leichtigkeit auch weiterhin vermitteln können. Denn schließlich ist der Mensch das einzige Wesen auf der Erde, das sich auf diese Weise mit Musik ausdrücken kann.
Es ist niemals zu spät, Musikinstrumente spielen zu lernen. Selbst in hohem Alter hält es das Gehirn fit, die Fingerfertigkeit wird beibehalten oder gesteigert. Wer Klavier spielt, tut sich außerdem noch etwas Gutes, weil er mit Händen und Füßen gleichzeitig verschiedene Dinge machen muss. So lässt sich hervorragend abschalten.
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